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Hypnose als Unterstützung im Kampf gegen die Sucht

admin
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08.01.2026
Eine Person bietet einer anderen Person eine Zigarette an, welche ablehnt mit einer Handgeste
Bei manchen Suchtmitteln kann die Versuchung gross sein. Bild: shisuka / Depositphotos

Ob Alkohol, Nikotin, Online-Shopping, Glücksspiel oder digitale Medien. Suchtverhalten ist weit mehr als eine schlechte Angewohnheit. Es ist ein komplexes psychisches und oft auch körperliches Muster, das im Unterbewusstsein verankert ist und meist tiefere emotionale Ursachen hat. Genau hier setzt Hypnosetherapie an: Sie zielt darauf ab, diese unterbewussten Strukturen zu erreichen, destruktive Verknüpfungen aufzulösen und neue, gesündere Verhaltensmuster zu etablieren.​ 

Im hypnotischen Zustand, einer Art fokussierter Entspannung zwischen Wachsein und Schlaf, ist das Unterbewusstsein besonders zugänglich. Therapeutinnen nutzen diesen Zustand, um gemeinsam mit dem Klienten die Auslöser des Suchtverhaltens zu identifizieren: Stress, unverarbeitete Traumata, Ängste oder fehlende Bewältigungsstrategien spielen oft eine zentrale Rolle. Statt das Suchtmittel einfach durch negative Suggestionen abzulehnen, werden die dahinterliegenden Bedürfnisse erkannt und alternative, positive Verhaltensweisen im Unterbewusstsein verankert. Wer beispielsweise bisher zur Zigarette griff, um mit Stress umzugehen, lernt unter Hypnose, dass ein Spaziergang oder eine Atemübung ebenso wirksam – und gesünder – sein kann.​ 

Studien zeigen, dass Hypnose insbesondere bei Raucherentwöhnung und Alkoholsucht unterstützend wirken kann. Sie stärkt das Durchhaltevermögen, schwächt das Verlangen ab und erleichtert den Entzugsprozess. Dabei geht es nicht um ein «Schnipp und weg», sondern um einen ganzheitlichen, individuell angepassten Ansatz. Jede Sucht erfüllt eine Funktion, sei es als Kompensation für emotionale Leere, Konditionierung durch Gewohnheit oder Vermeidung unangenehmer Gefühle. Diese Funktionen müssen erkannt und bearbeitet werden, damit nachhaltige Veränderung möglich wird.​ Hypnose arbeitet mit dem Klienten, nicht gegen ihn. Veränderung entsteht nur, wenn die Person selbst bereit ist, den Weg zu gehen.

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