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Von mir aus darf es heiss sein

Heidi Vogel
von
Heidi Vogel
08.07.2026
heisses wetter, sommerlicher Blick über einen türkisblauen Schweizer See mit Bergen
An heissen Sommertagen zeigt sich die Schweiz von ihrer schönsten Seite.
Darum gehts
  • Unsere Kolumnistin Heidi Vogel mag heisses Wetter lieber als kaltes.
  • Sie erzählt, wie sie mit der Sommerhitze umgeht, im Wald, im Fitnesscenter und auf dem Velo.
  • Und warum sie ein Mann einmal eine heisse Frau nannte.

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Es ist wieder einmal aussergewöhnlich heiss. Ist das wirklich aussergewöhnlich? Langsam wird es zur Normalität. Aber eigentlich habe ich das gern und fürchte mich nicht etwa davor, obwohl ich weiss, dass es Hitzetote gibt. Ich notierte schon letztes Jahr in mein Notizheft, was ich gegen hitzebedingte Schmerzen tun soll, denn solche verspürte ich. Als ein Ausflug, an welchem ich eigentlich teilnehmen wollte, wegen Hitze abgesagt wurde, akzeptierte ich das. Aber von mir aus hätte er stattfinden können, ich hätte ihn jedenfalls nicht abgesagt.

Ich habe warmes Wetter lieber als kaltes. An Ausstellungen wie der LUGA ist es mir wichtig, dass mein Stand möglichst weit von jedem Ein- oder Ausgang entfernt ist, damit ich möglichst wenig vom Wetter spüre; ich friere schnell. Ein Grund dazu könnte sein, dass ich nicht viel Polster auf den Knochen habe. Übers Abnehmen habe ich in der Biografie viel geschrieben.

Als ich hörte, dass die Hitzewelle bald vorbei sei, wusste ich nicht recht, ob ich mich freuen sollte. Einerseits erleichterte es mich, doch ich war nicht traurig, dass es nicht sehr viel regnete. Obwohl ich den Schirm, den ich einige Tage zu Hause gelassen hatte, eingepackt hatte, wurde ich bis auf die Haut nass. Vor ein paar Jahren sagte ein Mann zu mir: «Du bist eine heisse Frau.» Aber das meinte er wörtlich: Ich war schweissnass.

Es kommt vor, dass Schüler wegen der Hitze nicht zur Schule müssen. Für mich wären solche Zwangsferien Horror gewesen. Lesen Sie in meiner Biografie, was mir die Schule bedeutete.

Ich marschiere oft als Übung im Wald über Stock und Stein. Vor ein paar Jahren wohnte ich recht weit vom Wald entfernt. Als ich mich einmal auf den Weg zu diesem «Übungsplatz» machte, mahnte meine Schwester: «Du sollst nicht in der Sonne sein.» «Ich gehe ja in den Wald.» «Aber bis du dort bist, dauert es noch lange.» Also wirklich… Übertreiben muss man nicht.

Ich gehe oft ins Fitnesszentrum. «Fürs Fitnesstraining ist es mir zu heiss», wäre eine Ausrede: Im klimatisierten Fitnesszentrum muss ich eher aufpassen, dass ich mich nicht erkälte. Ich fahre oft Velo. Aber das mache ich als Gleichgewichtsübung, und nicht etwa, um von da nach dort zu gelangen. Und bei diesen heissen Temperaturen mache ich es abends. Ausserdem ziehe ich dazu immer den Trainer an, denn dieser würde mich bei einem allfälligen Sturz etwas schützen.

In meiner Jugend sagte meine Mutter, ich dürfe nicht kurze Hosen anziehen. Den lächerlichen Grund dazu können Sie in meiner Biografie nachlesen. Heute wäre es blöd (oder sogar gefährlich???), wenn ich nicht kurz tragen könnte.

Dass wegen der Hitze mancherorts Feuerwerksverbot gilt, finde ich nicht schlecht.

Ich habe meine Biografie erwähnt. Erfahren Sie mehr auf www.meinlangerweg.ch. Interessieren Sie sich für einen Vortrag über Hintergründe dieser Geschichte und mein heutiges Leben? Melden Sie sich bei mir. Den wahren Unfallgrund erfuhr ich erst nach der Veröffentlichung meines Werkes…

Porträt der Autorin Heidi Vogel

Über die Autorin

Heidi Vogel lebt in Entlebuch und hat ihre Lebensgeschichte im Buch «Mein langer Weg» festgehalten. Eine Reise nach Australien, die sie sich selbst ermöglichte, gehört zu den besonderen Kapiteln ihres Lebens. Mehr über sie und ihr Buch: meinlangerweg.ch

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